Abnehmen durch weniger Essen?

abnehmen-und -essenWer sich das Abendessen versagt und abends mit knurrendem Magen im Bett liegt, der wird statt abzunehmen, eher eine Heißhungerattacke bekommen. Eine Umstellung langfristig durchzuhalten schafft man nur, wenn man sich wohlfühlt. Und dazu gehört eben auch, satt zu sein.

Wenn unser Sättigungsgefühl nicht ausreichend befriedigt wird, kann auf lange Sicht keiner gut durchhalten. Das Wichtigste ist nicht wie viel man isst, sondern was man isst. Die Sättigung unseres Körpers hängt nicht von den Kalorien ab, sondern von der Essensmenge. Wen wir satt sind, schickt der Magen eine Botschaft ans Gehirn um Nahrungsaufnahme zu stoppen. Hier zählt nicht, ob der Bauch voll mit energiedichten Nahrungsmitteln wie Wurst und Brot gefüllt ist, oder mit leichteren wie Obst und Quark oder andere Sattmacher.

Wie viele Kalorien in einem Gramm stecken, zeichnet sich durch die Energiedichte eines Lebensmittels aus. Nudeln haben beispielsweise haben 1,4 Kilokalorien pro Gramm, hingegen kommen Kartoffel mit 0,7 Kilokalorien gerade mal auf die Hälfte. Das speilt jedoch für die Sättigung keine Rolle. Durch Studien fand man heraus, dass Probanden in etwa gleich viele Nudeln wie Kartoffeln gegessen haben, bis sie satt waren- nur haben somit die Nudelesser 200 Kilokalorien mehr zu sich genommen. Bei Knabbereien ist der Unterschied noch extremer, statt beispielsweise 40 Gramm Erdnüsse  zu essen, kann man ganze 600 Gramm Orangen. Die Aufnahme von Energie ist zwar somit die gleiche, aber der Sättigungseffekt würde eher beim Orangenesser eintreten.

Ist ein dünneren Brotbelag besser?

Wer gerne erfolgreich Abnehmen möchte, und denkt er sollte am Belag sparen, der irrt. Besser ist es nämlich am Brot zu sparen, es enthält nämlich kaum Wasser und hat eine hohe Energiedichte. Ein Vollkornbrötchen hat sogar mehr Kalorien als eine Portion Bratkartoffeln, die genauso groß ist. Wer erfolgreich abnehmen möchte, der sollte deshalb das Brot dünner schneiden, optimal sind dann noch zwei Teile kalorienarmer Belag auf einen Teil Brot.

Wer einen genauen Überblick bekommen möchte, der sollte zur Küchenwaage greifen, oftmals kommen nämlich auf etwa 80 Gramm Brot gerademal 20 Gramm Belag. Eine besonders niedrige Energiedichte haben Bratenaufschnitte, Schinken, Putenbrust und Quark. Wer allerdings nicht auf Wurstaufschnitt verzichten möchte, der sollte zu den fettreduzierten Alternativen greifen.

Auch bei Käse ist mehr Vorsicht geboten, es gibt zwar fettarme Sorten aber es gibt zahlreiche Kalorienbomben. Die Energiedichte vom Emmentaler- Käse ist beispielsweise fast viermal so hoch wie beim Speisequark. Zusätzliche Energie kann man auch auf lange Sicht sparen, indem man die Butter weglässt oder auch hier zu kalorienarmen Alternativen greift.